Die 5 häufigsten baulichen Mängel bei IFS Audits – und wie man sie behebt
Ein IFS-Audit (International Featured Standards) ist für Lebensmittelbetriebe der Moment der Wahrheit. Wenn der Auditor mit der Taschenlampe die Produktionshalle absucht, rückt ein Thema oft unfreiwillig ins Rampenlicht: Die bauliche Schädlingsprävention.
„Schädlingsmonitoring vorhanden“ reicht heute nicht mehr aus. Auditoren fordern zunehmend den Nachweis, dass Schädlinge gar nicht erst eindringen können (Integrated Pest Management).
Hier sind die 5 häufigsten Mängel, die wir bei Begehungen finden – und wie Sie diese dauerhaft lösen:
1. Der Klassiker: Lichtspalte unter Sektionaltoren
Der Mangel: Wenn man bei geschlossenem Tor im dunklen Lager steht und Tageslicht unter der Tür sieht, ist das eine Einladung. Eine Maus braucht lediglich 6 bis 8 Millimeter, um ins Gebäude zu gelangen.
- Die falsche Lösung: Standard-Gummilippen. Diese werden von Nagern in Minuten durchgenagt.
- Die richtige Lösung: Montage von nagerresistenten Hochleistungs-Bürstendichtungen mit integriertem Edelstahlgewebe. Diese sind mechanisch nicht zu überwinden und dichten auch Bodenunebenheiten perfekt ab.
2. Offene Wanddurchbrüche für Rohrleitungen
Der Mangel: Nachträglich installierte Leitungen für Kälte, Strom oder Wasser hinterlassen oft Löcher in der Außenwand. Oft werden diese nur mit einfachem Bauschaum „gedichtet“.
- Die falsche Lösung: Handelsüblicher Bauschaum (ein „Keks“ für jede Ratte).
- Die richtige Lösung: Verschluss mit einer Kombination aus Edelstahlwolle und Spezialmörtel. Diese Verbundstoffe können von Nagern nicht zernagt werden und bieten einen dauerhaften physikalischen Schutz.
3. Defekte oder fehlende Rückstauklappen
Der Mangel: Ratten nutzen die Kanalisation als Autobahn. Fehlen in Bodeneinläufen oder Abwasserrohren die Barrieren, gelangen Tiere direkt in die sensiblen Hygienebereiche.
- Die richtige Lösung: Einbau von zertifizierten Rückstauklappen aus Edelstahl. Diese lassen Wasser abfließen, blockieren aber den Aufstieg von Schädlingen aus dem Kanalsystem.
4. Ungesicherte Kabelschächte und Versorgungskanäle
Der Mangel: Unter Hochregalen oder hinter Verkleidungen verlaufen oft Kabelschächte, die direkt mit dem Außenbereich oder anderen Brandabschnitten verbunden sind. Sie dienen als perfekte Verstecke und Wanderwege.
- Die richtige Lösung: Abschottung der Schächte durch Brandschutz-konforme Nagerbarrieren. Hier arbeiten wir mit Systemen, die sowohl die Versicherung (Brandschutz) als auch den Auditor (Schädlingsfreiheit) zufriedenstellen.
5. Fehlende Insektenschutzgitter an Lüftungsöffnungen
Der Mangel: Belüftungsanlagen sind oft nur grobmaschig gesichert. Das hält vielleicht Vögel fern, aber keine Mäuse oder Insekten.
- Die richtige Lösung: Nachrüstung mit Edelstahl-Drahtgewebe (Maschenweite < 2mm). Wichtig: Die Gitter müssen für Reinigungszwecke abnehmbar oder leicht zugänglich montiert sein, um Hygienemängel durch Staubablagerungen zu vermeiden.
Fazit: Agieren statt Reagieren
Ein negativer Audit-Bericht ist teuer und gefährdet Kundenbeziehungen. Wer bauliche Mängel proaktiv behebt, spart langfristig Kosten für Biozide und zeigt dem Auditor, dass Prävention im Betrieb gelebt wird.
Haben Sie Zweifel, ob Ihre Gebäudehülle „audit-sicher“ ist? Gerne führen wir eine Schwachstellen-Analyse bei Ihnen vor Ort durch und beheben die Mängel direkt mit unserem spezialisierten Montageteam.
